28.09.2015

URBAN NATION One Wall

Onur & Wes21 machen mit riesigem Fassaden-Mural in Kreuzberg auf die Zerstörung der Welt aufmerksam

Kunst vermag, Gegenwärtiges ungeschönt darzustellen, Wünschen ein Gesicht zu geben und auf Misstände aufmerksam zu machen. Dieses Ziel verfolgen auch die Streetartists Onur & Wes21. In ihren Arbeiten befassen sich die beiden Schweizer Künstler mit dem Lebensraum Erde und betrachten die Menschen als Störenfriede. Mit ihrer Kunst im öffentlichen Raum wollen sie aufrütteln und zum Nachdenken anregen.

In Zusammenarbeit mit URBAN NATION, Berlins Netzwerk für Urban Contemporary Art, haben der Maler Onur Dinc und Remo Lienhard alias Wes21 in der Prinzenstraße 19 in Berlin-Kreuzberg gerade ihr Werk „Süße Sünde“ fertiggestellt. „Die Welt, wie wir sie als Kinder gekannt haben, existiert nicht mehr“, erklären die Künstler. „Der Mensch ist dabei, seinen eigenen Lebensraum zu zerstören, seinen Planeten auszubeuten und das empfindliche Umweltsystem aus dem Gleichgewicht zu bringen.“

Zu sehen ist die Erde im Universum, dargestellt als angebissener Apfel. Aus dem schönen Garten Eden kommend, symbolisiert der Apfel wie keine andere Frucht die Sünden der Menschheit. Noch sind die Kontinente zu erkennen, der unaufhaltsame Zerfall deutet sich jedoch bereits an. Auf der gegenüberliegenden Hauswand ist das abgebissene Stück Erde abgebildet, das ins Nichts treibt. Auf ihr sitzt, stellvertretend für die Menschheit, die kleine Raupe Nimmersatt, die fragend zurückblickt. Sie steht für unsere verspätete Erkenntnis, die Welt schützen zu müssen.

Realisiert wurde das Kunstwerk im Rahmen des URBAN-NATION-Projekts „One Wall“. Regelmäßig lädt das Berliner Netzwerk unter der Leitung von Yasha Young nationale und internationale Größen der Streetart-Szene ein, triste Fassaden in bunte Hingucker zu verwandeln und das Gesicht der Stadt mit ihrer urbanen Kunst nachhaltig zu verändern.

Weitere Fotos in druckfähiger Auflösung senden wir Ihnen auf Anfrage gerne zu.

 

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Die Welt bricht auseinander: Das Werk von Onur & Wes21 trägt den Namen „Süße Sünde“.

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Foto: Dominik Fellmann (Abdruck honorarfrei)

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Noch sind die Kontinente zu erkennen – der Zerfall der Welt ist aber nicht mehr aufzuhalten.

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Foto: Dominik Fellmann (Abdruck honorarfrei)

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