Faszination Urban Art

Die neue Ausstellung des URBAN NATION Museum macht den Wirkungskreis urbaner Kunst interaktiv erlebbar

Ein Jahr nach dem Opening des URBAN NATION MUSEUM FOR URBAN CONTEMPORARY ART eröffnet am 27. September 2018 die neue Ausstellung „UN-DERSTAND. THE POWER OF ART AS A SOCIAL ARCHITECT”. Interaktiv zeichnet die Ausstellung die Entstehungsgeschichte einer Kunstströmung nach, die zu einer der erfolgreichsten der Gegenwart gehört: Urban Art. Zugleich werden elf neue Künstlerresidenzen eingeweiht, in denen die Stiftung Berliner Leben ausgewählten Künstlerinnen einen Ort zum Wohnen sowie für ihr künstlerisches Schaffen zur Verfügung stellt.

Welche DNA steckt in urbaner Kunst? Die Ausstellung gibt Antworten
Urban Art hat sein Nischendasein verlassen. Aus dem Stadtbild von Metropolen ist sie nicht mehr wegzudenken. Inzwischen sind Einzelwerke zu Ikonen und KünstlerInnen zu Stars geworden. Aber was fasziniert an Urban Art? Worin liegt der Erfolg begründet? Wie viel Rebellion steckt noch in ihr und wie entwickelt sie sich weiter? Die neue Ausstellung im URBAN NATION Museum spürt diesen Fragen nach. Erzählerisch wird insbesondere der soziale Aspekt als Teil ihrer DNA und als unberechenbares Kraftfeld herauskristallisiert. Urban Art aktiviert Nachbarschaften, verbindet Menschen, zeigt gesellschaftliche Missstände, kommuniziert inklusiv und nicht ausgrenzend. Das zieht an und schreckt manchmal ab. Die Ausstellung mit dem Titel „UN-DERSTAND. THE POWER OF ART AS A SOCIAL ARCHITECT“ zeigt Exponate von mehr als 50 KünstlerInnen aus der Sammlung des URBAN NATION Museum. Ein Zeitstrahl erklärt
den Werdegang des Museums, von der in 2013 konkretisierten Vision bis hin zur Eröffnung der zweiten Ausstellung in 2018. „Wir fördern Talente. Wir unterstützen KünstlerInnen und kreativ arbeitende erwachsene Menschen, aber auch talentierte Jugendliche aus Bezirken, in denen sie vermutlich eher nicht mit Kunst in Berührung kommen. Wir unterstützen lokale Projekte der Bezirke und fördern direkten Austausch – ohne kulturelle Berührungsängste. Wir vernetzen und pflegen eine globale Community – die durch Kunst und ihre Macht als soziale Architektur zusammengehalten wird“, so die Künstlerische Direktorin Yasha Young zur Leitidee der URBAN NATION. Die Ausstellung blickt jedoch nicht nur auf die Geburt eines Museums zurück, sondern vermittelt gleichzeitig die Geschichte urbaner zeitgenössischer Kunst. Beim Blick in die Zukunft des Museums und der Urban Art werden der enorme Einfluss und die treibende Kraft von Digitalisierung und verändertem Medienkonsum deutlich.

Black Box statt White Cube
URBAN NATION kehrt dem White Cube den Rücken zu und präsentiert die neue Ausstellung in einer Black Box. So wie KünstlerInnen der Urban Art oft im Dunklen und Verdeckten arbeiten, präsentiert die Ausstellungsarchitektur ihre Inhalte über gezielte Lichtpunkte im schwarzen Raum. BesucherInnen werden unter Einwirkung der Kunst auf sich selbst zurückgeworfen: Es geht um einen Blick auf das Heute und Jetzt, um eine persönliche Reflektion. Denn alle Besucherinnen sind Teil der Gesellschaft und somit immanenter Bestandteil urbaner zeitgenössischer Kunstproduktion. Über 50 Kunstwerke zeigen die enorme Vielfalt dieser Kunstströmung. Mit dabei sind KünstlerInnen, die durch Riesengemälde auf Häuserwänden dieser Welt bekannt sind, wie Adele, DFACE, Herakut, James Bullough, The London Police, Mimi S, Shepard Fairey, Borondo und viele mehr. Die Ausstellung ist interaktiv aufgebaut, traditionelle
Sehgewohnheiten werden infrage gestellt. Beim Durchschreiten eines Filmtunnels verdeutlicht die Bilder- und Soundflut die Komplexität sämtlicher URBAN NATION-Projekte und zeigt den Facettenreichtum der Künstlerpositionen und die handwerklichen Techniken. Einen Stadtbild prägenden Einfluss hat die einzigartige Fassade, die die Idee des lebenden Museums in den Kiez trägt. Bereits zum dritten Mal erhält sie einen neuen Look. Diesmal gestaltet das englische Künstlerduo Snik Art die Außenwand und ruft mit dem 3D-Kunstwerk Jung und Alt zum Umweltschutz auf. Ergänzt wird das ausdrucksstarke Urban Art-Highlight durch Texte zweier Berliner KünstlerInnen, deren Namen erst bei Eröffnung preisgegeben werden.

„FRESH A.I.R.“ – Das Künstlerresidenzprogramm der Stiftung Berliner Leben verbindet Kreative mit Berlin
Einblicke in die Produktionsprozesse geben auch die elf neuen Künstlerresidenzen. Die Arbeits- und Wohnräume befinden sich auf 1.100 Quadratmetern in den oberen drei Etagen des Museumsgebäudes. Mit den Residenzen bietet die Stiftung in einem weltweit einzigartigen Stipendiaten-Programm Chancen zur freien künstlerischen Entfaltung: Aufstrebende und etablierte KünstlerInnen erhalten so die Möglichkeit, sich ausschließlich auf ihren kreativen Schaffensprozess zu konzentrieren. Die Residenzen laden ein zum Vernetzen, zum Dialog und zur Auseinandersetzung mit urbaner zeitgenössischer Kunst inmitten der Metropole Berlin. Dabei werden die internationalen KünstlerInnen von einem professionellen Mentoring der Künstlerischen Direktorin Yasha Young begleitet. Die Vergabe der Stipendien erfolgt zukünftig zwei- bis viermal pro Jahr durch einen Kunstbeirat unter Beteiligung von KunstexpertInnen, JournalistInnen und Personen des öffentlichen Lebens. Geknüpft sind die Aufenthalte an die Umsetzung eines sozialen Projekts mit lokalem Bezug. So entstehen Werke und Projekte, die eng mit dem Geschehen im Museum und den Aktivitäten in Kiez und Stadtraum verbunden sind. Die Interaktion mit lokalen Nachbarschaften steht dabei immer im Fokus. Folgende KünstlerInnen leben und arbeiten derzeit in den über dem Museum gelegenen Residenzen des Stiftung Berliner Leben: Daniel van Nes (NL), Dot Dot Dot (NOR), Herakut (GER), Li Hill (USA), Louis Masai (UK), Ludo (FRA), Mia (GER), Nespoon (PL), Onur & Wes21 (CHE), Quintessenz (GER), Snik (UK).

Ein junges Museum in Berlin geht seinen eigenen Weg
Seit der Eröffnung 2017 entwickelt sich das URBAN NATION Museum kontinuierlich zu einem internationalen Zentrum für urbane zeitgenössische Kunst. Verankert in der gemeinnützigen Stiftung Berliner Leben, ermöglicht URBAN NATION mit seinen Ausstellungen, Workshops und Interaktionen im Stadtraum kulturelle und soziale Teilhabe. Neue urbane Kunst wird in hochkarätigen Museumsschauen und auf Fassaden im öffentlichen Raum präsentiert und diskutiert. Im Gegensatz zu einem konventionellen Museum werden Architektur und Oberflächen des Gebäudes zum Bildträger, das Museumshaus selbst zum Kunstwerk. Gleichzeitig inkludiert URBAN NATION die originären Aufgaben eines Museums: Sammeln, Bewahren, Forschen, Ausstellen und Vermitteln.

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Begleitkatalog mit einer Vielzahl von Gastbeiträgen zum Thema Urban Art. Der Katalog ist am Empfang erhältlich.

Vernissage:
“UN-DERSTAND. THE POWER OF ART AS A SOCIAL ARCHITECT”
27. September 2018, 20 Uhr
URBAN NATION MUSEUM FOR URBAN CONTEMPORARY ART
Bülowstraße 7, Berlin-Schöneberg
Der Eintritt ist frei.

Während des Eröffnungswochenendes gewähren die KünstlerInnen angemeldeten Besucherinnen zu nachfolgenden Terminen einen Einblick in ihr Schaffen in den Residenzen.
Um Anmeldung wird vor Ort gebeten. Ein gültiger Lichtbildausweis ist vorzulegen. Donnerstag, 27. September, 20 Uhr und 21 Uhr, Anmeldung ab 19 Uhr Darauffolgender Freitag bis Sonntag, 14 Uhr, 15 Uhr, 16 Uhr, 17 Uhr, Anmeldung ab 13 Uhr

Bildmaterialien
Hier geht es zu druckfähigem Bildmaterial. Die zur Verfügung gestellten Fotos können honorarfrei genutzt werden. Ab dem 28. September liegt hier aktuelles Fotomaterial von der Ausstellungseröffnung bereit.

Bei Interesse an Interviews mit der Künstlerischen Direktorin Yasha Young melden Sie sich bitte unter pr@urban-nation.com.

Ansprechpartnerin:
Nancy Henze
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Mobil: +49 173 1416030
Fon: +49 30 4708-1536
Fax: +49 30 4708-1520
E-Mail: n.henze@urban-nation.com

 

 

 

Foto 1

Die Sinne werden gefordert – Kunst und Raumarchitektur verschmelzen. Einen Vorgeschmack zu den Ausstellungsräumen gibt das Rendering.

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Studio TK/URBAN NATION (Abdruck honorarfrei)

Foto 2

Das Foto gibt einen Einblick in die Künstlerresidenz des Künstlers Ludo

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Foto: Nika Kramer (Abdruck honorarfrei)

Kontakt

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