Die Passage am Staaken Center ist ein zentraler Ort im Quartier Heerstraße Nord: Sie verbindet Wege, Einrichtungen und Nachbarschaften miteinander und ist für viele Menschen im Alltag ein selbstverständlicher Treff- und Durchgangsort – gewissermaßen die Dorfstraße der Großwohnsiedlung mit ihren über 20.000 Bewohnerinnen und Bewohnern. Gemeinsam mit der Gewobag hat die Stiftung Berliner Leben mit ihrem Programm Stadtraum!Plus die Menschen im Quartier gefragt, was sie am liebsten gemeinsam mit anderen tun. Die Antworten waren so vielfältig wie die Heerstraße Nord selbst: lesen, spielen, tanzen, spazieren, träumen. Aus diesen Ideen und Stimmungen hat die Künstlerin Gizem Erdem ein rund 50 Meter langes Wandbild entwickelt, das die Unterführung in eine farbenfrohe, lebendige Bildwelt verwandelt. Die ONE WALL macht sichtbar, was das Quartier auszeichnet: Gemeinschaft, Bewegung, Alltag und Miteinander. Zugleich ist sie ein Auftakt für die weitere Aufwertung dieses Ortes als soziale Quartiersmitte – ermöglicht aus Mitteln des Senatsprogramms „Sozialer Zusammenhalt“. Teil des Projekts war auch die Beteiligung von Kindern aus dem KiK – Kinder im Kiez. Das KiK ist ein Treff für Jungen und Mädchen im Alter von 6 bis 13 Jahren mit vielen Spiel- und Freizeitangeboten drinnen und draußen. Ihre Beiträge entstanden im Rahmen des Projekts an den Pfeilern der Passage. Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, wie sehr ein Wandbild seine Umgebung verändern und positiv prägen kann. Der intensive Prozess mit vielen Beteiligten hat sich auch hier gelohnt, um aus einem Ort des Durchgangs einen Ort zu machen, der das Quartier widerspiegelt. Fotos: Britta Leuermann