Freitags in Bewegung

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Studierende entwickeln Trainingsmethoden für Grundschulkinder, damit diese ihren Bewegungs- und Lebensraum spielerisch erforschen können. Sie gestalten eigenständig ein längerfristiges Bewegungsangebot für Hort- oder Schülerladengruppen in der Nachbarschaft in Zusammenarbeit mit Bewegungsexperten. Die Kinder erhalten Hinweise und Anreize, ihren Alltag nachhaltig bewegungsreicher zu gestalten. Die Studierenden können so im Rahmen ihres Studiums ein eigenständiges Projekt entwickeln.

Projekteinblick

Seit Anfang des neuen Schuljahres findet in der Anna-Freud-Schule jeden Freitag der sportliche Projekttag „Freitags in Bewegung” statt. Die Klasse angehender ErzieherInnen erforscht an abwechselnden Orten neue Bewegungsmethoden unterschiedlicher Sportarten. In der Erfahrung und Erweiterung des eigenen Bewegungsraums werden die SchülerInnen jede Woche von Bewegungsexperten aus anderen Fachbereichen begleitet. Um 10:30 traf sich die Klasse zu einem Termin im September im Gleisdreieckpark bei Sonne und frischer Morgenluft. Am Fussballplatz machten sich die SchülerInnen zunächst im Kreis mit einem Frisbee-Spiel warm. Ziel des Spieles war das Ankommen der Gruppenmitglieder im eigenen Körper und beieinander, sodass sich jeder aktiv einbringen konnte. So entwickelte sich zum Beispiel spontan ein -Frisbee-Spiel als Pantomime, bei dem die Bewegungsformen der werfenden Person von der fangenden Person imitiert werden sollten. „Mir liegt es am Herzen, den SchülerInnen eine aktive Unterrichtsform an der frischen Luft ermöglichen zu können. Durch die Selbsterfahrung im Projekt lernen sie gleichzeitig auch, worauf sie später als ErzieherInnen achten sollten. Es entsteht ein doppelter Lerneffekt, der Freude macht und gesund ist!” Sie eröffnete die Stunde mit einer Austauschrunde über den Tango: Klischees, Erwartungen, Vorstellungen. Ein Großteil der SchülerInnen hatte noch keine Erfahrungen mit der Kunstform und ließ sich daraufhin neugierig in die Grundlagen des Tangos einführen. Das Spiel aus Nähe und Distanz schien für die meisten zunächst ungewohnt. Schnell machten sie sich jedoch mit den Grundschritten vertraut, führten ihre Partner und ließen sich auch selbst durch den Raum führen. Bald tanzte jeder mal mit jedem und die Atmosphäre der Gruppe wuchs spürbar in Dynamik und Gemeinschaft.So sammeln die TeilnehmerInnen an den Projekttagen eine vielfältige Bandbreite an Bewegungserfahrungen. Im kommenden Jahr werden die jungen Erwachsenen ihr erworbenes Wissen in selbst entwickelten Bewegungsangeboten in Kitas, Schülerläden, Schülern und Kindergärten weitervermitteln.