Begegnungen – Ein Suchtpräventionsprojekt

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Die SchülerInnen setzen sich im jährlichen Suchtpräventionsprojekt immer neue Aufgaben. Dieses Jahr soll das Thema „Begegnungen“ im Mittelpunkt stehen. Die Isolation durch die Coronazeit zu überwinden, anderen zuzuhören und sich auszutauschen soll gefördert werden. Die angehenden ErzieherInnen interviewen für einen Podcast unterschiedliche Bewohner Schöneberg-Nords, die auf die eine oder andere Art unter den Pandemiebedingungen gelitten und auch Suchterfahrungen gemacht haben. Über den Podcast hinaus soll eine Begegnungsraum geschaffen werden, der nachhaltig die Schule mit ihrem Quartier verbindet. 

Projekteinblick

Das Projekt „Begegnungen – Ein Suchtpräventionsprojekt“ war Teil des Unterrichts der Anna-Freud-Schule, einer allgemein- und berufsbildenden Schule mit psychologisch-pädagogischen Schwerpunkt. Die angehenden PädagogInnen aus ganz Berlin sind zwischen 20 und 25 Jahre alt.

Die SchülerInnen haben im Juni 2022 das Projekt im Rahmen ihres Unterrichts abgeschlossen. Der spezielle und spannende Projektunterricht findet ein Jahr für jeweils fünf Stunden in der Woche statt. Auf Grundlage des Themas „Begegnungen“ haben die SchülerInnen Interviews mit unterschiedlichen BewohnerInnen Schöneberg-Nords geführt und einen „Audiowalk im Kiez Schöneberg“ kreiert. Dabei lernten die angehenden ErzieherInnen auf Menschen zuzugehen und sie nach Ihren Träumen, Sorgen und Nöten zu befragen. In der Begegnung stießen sie auf sehr unterschiedliche Menschen und lernten dabei, auch für sie Fremdartiges zu akzeptieren und konnten Isolation und Einsamkeit überwinden, die während der Coronazeit entstanden sind. Die angehenden ErzieherInnen interviewten für den Podcast neun unterschiedliche Menschen, die um die Apostel-Paulus Kirche in Schöneberg-Nord leben, arbeiten und wohnen. Die Apostel-Paulus Kirche ist für die SchülerInnen ein besonderer Ort, denn die Kirche befindet sich direkt neben der Schule und ist ein Rückzugsort in Freistunden und Pausen.

Während des Spaziergangs um die Kirche können Zuhörende Personen lauschen, wie sie über ihr Leben und den Ort berichten. Im Vordergrund steht der Ort in Schöneberg-Nord als Zusammenkunft von unterschiedlichsten Menschen. Während des Spazierganges und dem Lauschen des Podcast wird auf den mobilen Fixpunkt, der 5 Tage die Woche auf dem Platz steht, aufmerksam gemacht. Drogenkranke Personen erhalten hier sauberes Besteck und haben die Möglichkeit in einem geschützten Raum zu konsumieren. Sogleich gibt es das Angebot der Beratung und Weitervermittlung. Ziel ist es, die Abhängigen zu unterstützen und nicht zu verdrängen. Die SchülerInnen konnten während des Projektes sehr unterschiedliche Lebenswelten erkunden und dabei viel Neues lernen. Dieses Wissen und die Erkenntnisse wurden bei der feierlichen Präsentation des Audiowalks an die SchülerInnen und Lehrkräfte der Anna-Freud Schule weitergegeben. Die SchülerInnen sind sehr stolz auf das tolle und interessante Ergebnis des Projektes. Deswegen ist der „Audiowalk im Kiez Schöneberg“ für alle interessierten Menschen zugänglich. Im Folgenden befindet sich ein QR-Code, der jederzeit abrufbar ist. Scannen Sie ihn ein und hören Sie sich die verschiedenen Perspektiven auf den besonderen Ort an. Wir wünschen viel Spaß mit dem gelungenen Projekt der angehenden ErzieherInnen.